Der akademische Sattel

Edles Handwerk für die Reitkunst


Bereits unter Antoine de Pluvinel (* 1555; † 1620) wurden spezielle Sättel zur Schulung des Reitersitzes eingesetzt. 
Hierbei wurden Ledersattelbäume verwendet, um den Materialvorteil zu Gunsten der besseren Kommunikationsebene zu nutzen. 

 

Diese Sättel waren und sind für Aufgaben in der Reitbahn unter Berücksichtigung eines kurzen Zeitfensters gedacht. 
Sollte der Reiter mehr als 70kg wiegen oder die Reitintensität länger als 45min im Gelände andauern, muss zum Schutze des Pferderückens ein starrer Sattelbaum verbaut werden. 

 



Die Ausstattung:

Ledersattelbaum

Im Ledersattelbaum ist ein versenktes Kopf- und Eftereisen verbaut. Diese lassen sich kalt- mechanisch umformen und somit entsprechend der Veränderung des Pferdes anpassen. 
Durch einen mehrschichtigen Lederaufbau und spezielle Vernähungen zeigt der Ledersattelbaum hohe Flexibilität und Beweglichkeit. Für das Erarbeiten anspruchsvoller Lektionen der Reitkunst schmiegt sich der Ledersattelbaum an die Anatomie des Pferdes folgend an und bietet zugleich eine gute Lastverteilung. 

Kissen

Diese werden auf Maß für das Pferd gefertigt und können variabel mit wenigen Handgriffen auf der Trägerplatte verändert werden.  Die Kissen werden als Soft-Sandwich-Kissen möglichst großflächig gefertigt.

Sitzpolster

Die Aufgabe eines guten akademischen Sitzes ist es, Balance im entspannten Becken zu bieten. Nur so ist eine präzise Hilfegebung als Basis für einen feinen Dialog erreichbar. 
Das Sitzpad lässt sich komplett abnehmen und bietet eine Einschubtasche, in welche der Reiter, seinen Bedürfnissen folgend, die gerade Sitzfläche mit Wolle ausformen kann.